Sehr geehrte Kollegen

Die Biowissenschaften befinden sich im Aufbruch. In der Schule ist Biologie ein anspruchsvolles Fach, nicht nur weil lebende Systeme so komplex sind, sondern vor allem deshalb, weil sie eine stark fachübergreifende Wissenschaft ist, die einerseits fundierte Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie erfordert und andererseits den Geistes- und Sozialwissenschaften von allen Naturwissenschaften am nächsten steht.

Die Aufgaben der Biologie-Olympiade gehen zwar (für Schüler des 11. Jahrgangs) mit ihrem Niveau relativ deutlich über den im Unterricht zu vermittelnden Stoff hinaus, bieten aber interessierten Schülern die Möglichkeit, ihr Leistungsvermögen anhand anspruchsvoller Aufgaben zu testen. Bedenken Sie auch, dass diese Aufgaben für das ganze Bundesgebiet gelten, so dass regionale Besonderheiten nicht berücksichtigt werden können.

Gerade im Hinblick auf die Abiturklausuren zeigt sich immer wieder, dass die Teilnehmer der IBO einen Wissensvorsprung haben oder sich zumindest in dieser besonderen Prüfsituation des Abiturs deutlich sicherer fühlen als die Schüler, die sich nicht so intensiv im Fach Biologie vorbereitet haben.

Erfolgreichen Absolventen der 4. Runde "winken" Preise wie die Förderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Andere erhalten begehrte Praktikumsplätze an renommierten nationalen und internationalen Universitäten. Buch- und Geldpreise werden ebenfalls vergeben.

Es gibt insgesamt 5 Runden, aber nur in den ersten beiden Runden sind Sie als Fachlehrer direkt betroffen.

Das Zeitraster der IBO hat für das gesamte Bundesgebiet Gültigkeit und resultiert rückwirkend aus dem Bedarf an Organisations- und Durchführungszeit der 3. sowie 4. und vor allem der internationalen "olympischen" Endrunde. Die erste Runde wird auch als "Hausaufgabenrunde" bezeichnet, in dieser "Hausaufgabenrunde" können die Schüler sämtliche Quellen und Medien zur Lösung der Aufgaben verwenden. Die Schüler beschäftigen sich selbstständig und intensiv mit biologischen Themen außerhalb des Unterrichts. Welcher Biologielehrer wünscht sich das nicht?

Zur Korrektur einer Klausur, für die Sie den Lösungsbogen erhalten, benötigen Sie in der Regel nicht mehr als eine Stunde! Wobei in Berlin ausnahmsweise auch die Möglichkeit besteht, die Lösungen der Schüler direkt an den Landesbeauftragten für Berlin, Herr Dr Seidel, zur Korrektur zu schicken. Entweder per Email oder per Post an:

Dr Peter Seidel
c/o Heinrich-Hertz-Oberschule
Rigaer Str.81/82
10247 Berlin


Hierbei aber nicht persönliche Angaben des Schülers (Adresse, Jahrgang, Schule samt Adresse, evtl Emailadresse und Telefonnummer) vergessen.

Für die zweite Runde müssen Sie als betreuende Fachkraft dem Prüfling lediglich eine Klausur (2 Stunden) mit Aufsicht ermöglichen. Die Korrektur dieser Klausur wird durch den Landesbeauftragten vorgenommen.

Hat sich ein Schüler für die dritte Runde qualifiziert, so wäre es dankenswert, wenn Sie die Vermittlung von einfachen Labortätigkeiten (Pipettieren, Dekantieren, Ansetzen vorgegebener molarer Lösungen etc.] ermöglichen würden, wobei hier eventuell auch die Möglichkeit besteht dies zentral an der Heinrich-Hertz-Oberschule zu machen.

Bitte ermutigen Sie Schüler, die Sie für geeignet halten, sich zu beteiligen. Sicher können Sie die bei der IBO erbrachten Leistungen auch innerhalb eines pädagogischen Rahmens in die Fachnote einfließen lassen.

Über Rückmeldung, Erfahrungsberichte und Anregungen würde ich mich sehr freuen.


i.A. des Landesbeauftragten
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